Asylhelfer kritisieren Wahltaktik der CSU / SZ

Asylhelfer kritisieren Wahltaktik der CSU / SZ

Die Süddeutsche Zeitung berichtet über unseren 2. Asylgipfel.

Bei einem Asylgipfel in Regensburg haben ostbayerische Flüchtlingshelfer ihren Unmut über die Asylpolitik in Bayern deutlich gemacht. Aus „wahltaktischen Gründen“ werde versucht, „eine Flüchtlingskrise herbeizureden“, sagte Petra Nordling […] Zahlen widersprächen solchen Behauptungen. Der Anteil der Geflüchteten an der Bevölkerung liege im ostbayerischen Raum im Ein-Prozent-Bereich. […] Schlagworte wie das von der „Anti-Abschiebe-Industrie“, das jüngst […] Alexander Dobrindt (CSU) ins Spiel gebracht hatte, würden zu „einer Kriminalisierung der Helferkreise“ beitragen, erklärte der Regensburger Rechtsanwalt Philipp Pruy.  […] Für Stephan Dünnwald vom Bayerischen Flüchtlingsrat haben „Kontingentierung und Kriminalisierung“ der Geflüchteten durch Behörden Methode. Abgeordnete von SPD und Grünen nahmen ebenfalls am Asylgipfel teil und sprachen sich für den Familiennachzug aus.

Abschiebungen: Bayern hält trotz Kritik an seiner strikten Linie fest. Ist das konsequent oder inhuman? / BR

Abschiebungen: Bayern hält trotz Kritik an seiner strikten Linie fest. Ist das konsequent oder inhuman? / BR

Das Radiomagazin „Sonntags um 11“ von B5 aktuell interviewte am 25.2. unser Mitglied, den Afghanistanexperten Albert Rogg zum Thema Abschiebungen. Das Interview dauert von Minute 8:02 bis 12:14.

„Ich habe [junge Afghanen] unterrichtet, ein Jahr lang  […] die sind vom bayerischen Staat aus wunderbar beschult worden – es war ein Erfolgsmodell. […] Es ist immer versprochen worden, wenn ihr euch anstrengt, Deutsch lernt, dann bekommt ihr […] die Möglichkeit einen Lehrvertrag zu bekommen und dann hierzubleiben. Die haben das gemacht und plötzlich kam diese massenhafte Ablehnung und die Androhung, innerhalb 30 Tagen Deutschland zu verlassen. [Die Abschiebung] ist konsequent inhuman. […] [Es] tritt plötzlich eine unglaubliche Destabilisierung ein, die haben sich angestrengt, sehen ihre Arbeit entwertet – wir Lehrer sehen unsere Arbeit übrigens auch entwertet – und fangen an […] Schlafstörungen zu haben, einige meiner Schüler sind in psychatrischer Behandlung, einer hat einen Selbstmordversuch gemacht. […] Seit 40 Jahren ist in Afghanistan Krieg […] da könnt ihr niemand zurückschicken!“ (Albert Rogg)

 

Doppel-Demo gegen Abschiebungen / idowa

Doppel-Demo gegen Abschiebungen / idowa

idowa berichtes über unsere Demonstration am 17.02.2018. Online ist nur ein Ausschnitt.

„Empört und zornig“ sei er, sagte Gotthold Streitberger von der Bürgerinitiative Asyl und der Initiative Ausbildung statt Abschiebung (Asa) e. V. bei der Abschlusskundgebung am Haidplatz. Über diejenigen, die es Flüchtlingen „so schwer wie möglich machen“, in Deutschland zu bleiben. Fluchtgründe würden abgelehnt, Abschiebungen anderer genutzt, um die verbliebenen Flüchtlinge zu entmutigen. „Wir bitten euch: Bitte gebt nicht auf!“

Regensburg: Demonstration gegen Abschiebung / TVA

Regensburg: Demonstration gegen Abschiebung / TVA

TVA Regensburg berichtet in einem kurzen TV-Beitrag über unsere Demonstration am 17.02.2018.

In ganz Europa wurde gestern wie in Regensburg demonstriert. Grund sind die anhaltenden Abschiebungen geflüchteter Menschen aus Afghanistan […] Der weltweite Friedensindex sieht Afghanistan auf dem 2. Platz von allen unsicheren Ländern der Welt.

Im Schneegestöber gegen Abschiebung / MZ Regensburg

Im Schneegestöber gegen Abschiebung / MZ Regensburg

Die Mittelbayerische Zeitung berichtet über unser Demonstration am 17.02.2018.

Bei der Kundgebung am Haidplatz […] sprach unter anderem der 18-jährige Afghane Mukhlis, der in Regensburg die zehnte Klasse des Goethe-Gymnasiums besucht. „Afghanistan ist ein Land, wo kein richtiger Krieg herrscht, aber wo es auch keinen Frieden gibt“, erklärte er. Täglich würden „hunderte von Menschen getötet“. Terrorismus stehe auf der Tagesordnung und die Menschenwürde habe keine Bedeutung. Er und andere Afghanen, die ihr Heimatland verlassen haben, wollten „nur einen neuen Anfang und ein neues, sicheres Leben“.

Preisgekrönter Schüler soll abgeschoben werden / regensburg-digital

Preisgekrönter Schüler soll abgeschoben werden / regensburg-digital

Der 19jährige Schüler Abdulsami Naderi wurde erst kürzlich von Infinion für seine guten schulischen und Integrationsleistungen ausgezeichnet. Zu den Gratulantinnen zählte auch Bürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer. Trotzdem gestattet es ihm die Zentrale Ausländerbehörde nicht, eine Ausbildung anzutreten. Seine MitschülerInnen stellen sich an seine Seite und kämpfen für ihn (zur Petition).  Auch unser Mitglied Albert Rogg kommt zu Wort.

Am 29. Dezember läuft die Frist für die freiwillige Rückkehr ab. „Jetzt ist er akut von Abschiebung bedroht“, sagt Albert Rogg von der Initiative Ausbildung statt Abschiebung, der sich seit Langem mit solchen Fällen beschäftigt. „Es ist grauenhaft, zu sehen, was hier tagtäglich passiert.“

Zukunftschancen nicht verbauen! / agaby.de

Zukunftschancen nicht verbauen! / agaby.de

Anlässlich des 1. Ostbayerischen Asylgipfels fordert AGABY (Arbeitsgemeinschaft der Ausländer-, Migranten- und Integrationsbeiräte Bayern) bei Ausbildungsduldung und Familiennachzug die Vernunft walten zu lassen!

„Die Wut der ehrenamtlichen Helfer_innen ist nachvollziehbar. Einige Punkte in der bayerischen Asylpolitik entbehren nicht nur der Menschlichkeit, sondern auch jeder politischen Vernunft. Integrationsbemühungen, Bildungs- und Arbeitswillen von jungen geflüchteten Menschen und das große Engagement der Wirtschaft, Schulen und Helfer_innen ins Leere laufen zu lassen, ist unverantwortlich“ (Mitra Sharifi)

„Bayern ist auf einem total verkehrten Weg“ / SZ

„Bayern ist auf einem total verkehrten Weg“ / SZ

Die Süddeutsche Zeitung berichtet ausführlich vom Ostbayerischen Asylgipfel, den auch eine Delegation unserer Initiative Ausbildung statt Abschiebung besucht hat. Unsere Mitglieder Julia von Seiche (die gemeinsam mit Petra Nordling den Asylgipfel organisierte) und Albert Rogg kommen zu Wort.

Julia von Seiche, die Vorsitzende der Regensburger Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“, die gemeinsam mit Nordling den Asylgipfel organisiert hat, versteht nur zu gut, dass etlichen der circa 120 Vertreter von Helferkreisen die Geduld ausgeht: „Junge Menschen mit einem Arbeits- und Ausbildungsverbot zu belegen, das ist für mich nicht nachvollziehbar“ […] Es sei erklärter Wille der Staatsregierung, dass [Flüchtlinge, deren Akte von einer der ZAB angefordert wurde] „gar nicht erst integriert werden“. (Petra Nordling). Für den Regensburger Albert Rogg […] grenzt das an „ökonomischen Irrsinn“. „Wir haben viel Geld in diese jungen Leute investiert. Und jetzt, wo wir die Früchte ernten könnten, lässt man sie nicht arbeiten und alimentiert sie“, sagte Rogg. […] Petra Nordling hofft, dass die CSU „von ihrem harten Kurs ablässt“. Mit Julia von Seiche ist sie sich einig: Das Treffen in Straubing habe ein politisches Zeichen gesetzt – für die Landtagswahl 2018.

„In Bayern ticken die Uhren rückwärts“ / Straubinger Tagblatt

„In Bayern ticken die Uhren rückwärts“ / Straubinger Tagblatt

Das Straubinger Tagblatt widmet dem 1. Ostbayerischen Asylgipfel in Straubing, welcher von unserem Mitglied Julia von Seiche mitorganisiert wurde, ein halbe Seite und ein Interview mit Petra Nordling:

Uns ist es ein Anliegen, dass die Öffentlichkeit weiß: Wenn man Asylbewerber auf dem Stadtplatz sieht, die an den WLAN-Hotspots mit den Handys spielen, muss man daran denken: Die könnten alle arbeiten. Die dürfen aber nicht. Die Frage ist: Warum macht die Politik das?

Asylhelfer kritisieren Arbeitssituation / idowa

Asylhelfer kritisieren Arbeitssituation / idowa

Das Online-Portal idowa berichtet über den von unserem Mitglied Julia von Seiche mitorganisierten 1. Ostbayerischen Asylgipfel in Straubing. Der obige Link führt zu einem kurzen Anriss des Artikels, die Vollversion für registrierte Nutzer ist hier.

Jeder der 120 Teilnehmer hatte ein Band ums Handgelenk mit der Aufschrift: „Asylhelfer Bayern – wir schaffen das“. Das war die Botschaft, die die Organisatorinnen Petra Nordling und Julia von Seiche den Ehrenamtlichen beim ersten ostbayerischen Asylgipfel […]  mitgeben wollten. […] „Sie sollen abends nach Hause fahren und wissen: Ich bin nicht allein.“ (Petra Nordling)